Und ob ich schon wanderte im finstern Tal – Mittelerde: Mordors Schatten

Jedes Mal wenn ein neues „Herr der Ringe“-Spiel auf den Markt geworfen wird habe ich so ein leichtes Zucken im rechten Auge. Zum Einen, weil ich weiss was da größtenteils schon für Mist abgeliefert wurde, zum Anderen, weil ich hoffe das mal jemand daher kommt und alles richtig macht. Als treuer Fan des Tolkien-Universums kann ich mit Stolz verkünden, dass es nun endlich soweit ist. „Mittelerde: Mordors Schatten“ mag vielleicht der uneheliche Sohn von „Assassin’s Creed“ und „Batman“ sein, aber ich werde es aufziehen als wäre es mein Eigener!

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Anfangs war ich skeptisch. Der Einstieg fiel mir etwas schwer, eine Fülle von Informationen regnete auf mich hernieder und die Story war mir ein wenig zu flach. Das legte sich aber schnell wieder und ich begann den Charme und die Raffinesse des Spiels in mich hineinzusaugen. Mittelerde, kurz nach dem Hobbit: Mit meinem gefallenen Gondorianer Talion wandele ich durch Mordor, um an meinem Tod und dem Tod meiner Familie Rache zu nehmen. Hilfe bekomme ich von einem elbischen Geist, welcher auf irgendeine Art mit mir verbunden zu sein scheint und mich deshalb mit allerlei coolen Kräften wie dem Geisterblitz und dem obligatorischen „wandeln im Schatten“ ausstattet. Mein Ziel ist es Saurons Diener, die schwarze Hand, zu vernichten um so Talions Frieden zu finden. Wer sich erinnern mag: Man kann nicht einfach nach Mordor hinein spazieren! Jedenfalls nicht ohne sich durch Horden von Orks zu metzeln. Und genau das muss ich tun. Weil das aber zu einfach und zu langweilig wäre, haben sich die Entwickler von „Monolith“ etwas ganz geschicktes einfallen lassen.

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Das sogenannte „Nemesis-System“ erklärt die Hierarchien der Orks und Uruk-hai untereinander und zeigt mir so, wie ich am besten vorgehen muss um möglichst zügig an mein Ziel zu gelangen. Es ist ein bisschen wie Schach spielen, jeder Zug muss wohl durchdacht sein. Durch Verhöre gelange ich an wertvolle Informationen, zum Beispiel welche Schwächen Hauptmann XY hat und wie ich auf Grund dessen meinen Angriff planen sollte. Es ist sogar möglich Orks zu bekehren und in die Rangordnung einzuschleusen. Mit meiner Unterstützung gelangen sie nach ganz Oben und liefern mir so die Häuptlinge ans Messer. Der Clou ist, dass selbst wenn ich keinen Einfluss nehme, sich ständig etwas verändert. Es werden Machtkämpfe ausgetragen, Gegner werden befördert und gewinnen an Ansehen wenn sie mich töten. Auch einfache Fusssoldaten gelangen so in hohe Positionen. Beim nächsten Aufeinandertreffen werden sie sich sogar an mich erinnern, was eine unglaublich gute Methode ist den Spieler bei der Stange zu halten. Es wird persönlich. Im wahrsten Sinne!

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Das alles erstmal zu raffen hat schon etwas Zeit gekostet 😉 Talion, sein Geisterfreund und ich streifen nun also durch die triste, aber dennoch schön gestaltete Spielwelt um Hauptmänner zu erlegen, neue Gebiete mittels Erklimmen von Wachtürmen freizuschalten und deren zahlreiche Nebenmissionen zu absolvieren. Es gibt zum Beispiel Sklavenmissionen, in denen man den Aufstand der Menschen unterstützt, oder Trainingsmissionen, die meine Schwert, Dolch und Bogenskills verbessern. Auch sonst kann man sich aufrüsten bis der Arzt kommt. Neben dem klassischen Skilltree, mit dem man nach und nach neue Fähigkeiten durch das Sammeln von Erfahrungspunkten erlernt, erhält man entweder im Kampf oder gegen Geld zusätzlich Runen, die eure Waffen verstärken. Business as usual. Funktioniert hervorragend.

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Orks oder Uruk-hai sind leider nicht mein einziges Problem. Es schleichen diverse Kreaturen durch Mordor, denen ich nicht im Mondschein begegnen möchte. Eigentlich will ich ihnen niemals begegnen, aber manchmal lässt sich das leider nicht vermeiden. Ghule sind noch am leichtesten zu bezwingen, auch wenn es von ihnen durchaus fiese Vertreter gibt, die beispielsweise mit Gift spucken. Die Masse macht sie gefährlich, einzeln verbreiten sie weniger Furcht als eure Schwiegermütter. Beim Caragor hört der Spaß dann auf. Sie ähneln den Wargen und sind mindestens genau so gefährlich. Von den großen, trollartigen Wesen will ich gar nicht erst anfangen… Die Kehrseite der Medaille ist, dass ich diese Bestien zu meinen Gunsten nutzen kann. Caragore sind beliebte Reittiere, die ich entweder selbst reiten oder befreien kann, damit sie die Arbeit für mich erledigen. Die Trolle stampfen sowieso alles platt was ihnen vor die Füße läuft. Ich kann mich also entspannt zurücklehnen und warten bis das Vieh gewütet hat. Manche Hauptmänner haben explizit Angst vor bestimmten Kreaturen, sodass sie in Panik verfallen, wenn ich sie gegen sie einsetze.

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Ich könnte den ganzen Tag durch Mordor laufen, so viel Spaß hab ich dabei. Mein Sammlerherz wird auch nicht enttäuscht, es gibt diverse Artefakte, Pflanzen und mystische Symbole, die mir entweder Background Stories erzählen, mich heilen oder mir helfen Nebenaufgaben abzuschließen. Und ja, das, sowie die Kletterei, die Türme, die Aufteilung der Karte und was nicht noch alles, sind von „Assassin’s Creed“ abgekupfert, das Kampfsystem haben sie von den „Batman“-Titeln übernommen, aber wie heißt es doch so schön: Besser gut kopiert als schlecht selbst gemacht. Für mich funktioniert das alles wunderbar. Das fetteste Lob geht an dieser Stelle aber an die tollen, individuell designten Orks und Uruk-hai, die auf so wundervolle Namen hören wie: Brogg der Unbewegte, Ashgarn die Schlange, Torz der Durstige, Ratbag der Feigling und mein absoluter Liebling Rukdug der Säufer! Jede dieser Hackfressen wird mir früher oder später zum Opfer fallen und ich werde ihre dreckigen Namen allesamt auf mein Revers sticken 🙂

Falls ihr also noch eine Entscheidungshilfe braucht, hier ist sie! Das Spiel ist seine 60 Tacken wert, darauf könnt ihr euch verlassen. Ich fand nicht alle „Herr der Ringe“-Spiele schlecht, aber „Mordors Schatten“ sticht definitiv heraus. Es gibt bis Dato nichts was ich bemängeln könnte und das ist sehr selten. Ich genieße es in vollen Zügen. Endlich zurück in Mittelerde, endlich ein Spiel mit Qualität und Charme! Wenn ihr euch mit dem Universum so gar nicht identifizieren könnt, würde ich euch nicht unbedingt abraten es zu kaufen, aber es könnte euch eventuell langweilen oder überfordern. Also, noch Fragen? Dann hab ich jetzt ein paar für euch!

Wer von euch spielt „Mordors Schatten“ bereits? Wie sind eure Erfahrungen mit dem Spiel und wer will es sich noch unbedingt kaufen? Schreibt mir den Namen eures Lieblingsorks jetzt in die Kommentare!

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Es geht abwärts! Die besten Fahrstuhlszenen in Filmen.

Fahrstühle sind Orte mit viel Potential für spannende Momente. Sie funktionieren für Schlägereien, Liebesszenen, gruseligen Scheiß und auch als Todesfalle, sodass schon so mancher Regisseur von ihnen gebrauch gemacht hat. Die fünf coolsten Fahrstuhlszenen die meinen Augen je untergekommen sind, habe ich hier für euch zusammengefasst. Und wie immer gilt, dass ich nur bewerten kann, was ich bereits kenne. Sollte also eine wichtige Schlüsselszene fehlen, könnt ihr davon ausgehen, dass ich sie nie gesehen habe. Vielleicht finde ich sie aber auch einfach nicht gut genug. Das können wir ja dann gerne in den Kommentaren klären 😉 Auf geht’s ins Ranking.

Platz 5: Spider-Man 2

Nicht selten dienen Fahrstühle als Bühne für Situationskomik. Bietet sich ja auch an, da man mit fremden Leuten zusammen auf engstem Raum bescheuerte Musik ertragen muss. Da geht also einiges. „Spider-Man 2“ kommt mit einem Gag daher, der zwar billig ist, aber dennoch immer wieder aufgeht. Ein Mann wartet auf den Fahrstuhl, die Tür öffnet sich und Spider-Man steht drin (Das ist lustig, weil er sonst die Wände hoch krabbelt und sich von Hochhäusern stürzt). Sie sprechen über den coolen Anzug und das er sehr unbequem zu tragen ist. Fertig ist der Gag. Auf dem Parkplatz oder bei Starbucks funktioniert das nicht. Die Atmosphäre eines engen, beklemmenden Raumes aus dem man nicht entfliehen kann muss her. Möglich wären auch ein Bus oder die U-Bahn gewesen, doch nur die seltsame Situation des im Fahrstuhl Stehens, macht diesen Gag zum Gag.

Platz 4: Fear and Loathing in Las Vegas

Ihr habt ja recht, der ganze Film ist im Prinzip schon völlig Banane und die Fahrstuhlszene ist auch nicht das Highlight, aber trotzdem so gut, dass ich sie erwähnen möchte. Benicio del Toro und die blutjunge Cameron Diaz führen eine harmlose Unterhaltung, die ein wenig ausartet und so richtig schön awkward wird. Fantastisch ist auch die Reaktion der Leute, die irgendwann dazu steigen wollen und sich nur fragend anschauen, bevor sich die Tür wieder schließt. Einfach eine coole Szene aus einem Film voller cooler Szenen und mit Sicherheit keine alltägliche Fahrstuhlsituation!

Platz 3: Oldboy

Wenn man „Oldboy“ hört, würde man bestimmt nicht als allererstes an die Fahrstuhlszene denken, das garantiere ich euch. Neben all dem Shit der da so passiert, ist die besagte Szene relativ am Ende des Films aber nicht zu verachten, weil sie ganz einfach grandios gemacht ist. Ich kann und möchte nicht zu viel verraten, aber es laufen quasi an dieser Stelle zwei Handlungen parallel ab, die beide tragisch enden und von denen eine bereits in der Vergangenheit stattgefunden hat. Alles sehr kryptisch, ich weiss, aber wer weiss worum es geht, oder wer es nicht weiss und sich dennoch spoilern lassen will, der schaut am besten direkt rein. Ihr werdet sehen was ich meine.

Platz 2: Captain America: The Winter Soldier

Captain America ist ein Waschlappen. Das war die Meinung, die ich vor dem „Avengers“-Film von ihm hatte. Das er durchaus ein ganz guter Actionheld ist, beweist die Fahrstuhlszene aus „The Winter Soldier“, in der so viel passiert, dass man sich jede Sekunde fragt was wohl als nächstes kommt. Die Kampfszenen von Bruce Willis in „Stirb Langsam 3“ und Arnold Schwarzenegger in „Terminator 2“ waren schon nicht von schlechten Eltern, aber unser lieber Captain toppt sie alle. Bei so etwas läuft man schnell Gefahr cheesy zu wirken und die Situation ins Lächerliche zu ziehen, doch aus irgendeinem mir unbekannten Grund ist das in dieser Szene nicht der Fall. Sie ist schlicht weg großartig.

Platz 1: Drive

Ich kann und will nicht leugnen, dass die Fahrstuhlszene in „Drive“ alles zerpflückt. Der Film ist furchtbar, Ryan Gosling ist furchtbar, aber in dieser Szene passiert so viel gleichzeitig und teilweise nur durch Mimik, dass es einem die Sprache verschlägt. Angst und Liebe und Gewalt und Angst und Liebe, es ist einfach ein Feuerwerk an Emotionen. Was geileres hab ich in einem Fahrstuhl noch nicht gesehen. Punkt. Ich möchte trotzdem betonen, dass ich den Film kacke finde. Ich handele nur frei nach dem Motto: Ehre wem Ehre gebührt!

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Sean Bean weiss nicht, wie man nicht stirbt – Selbstironie FTW!

(Dieser Post enthält SPOILER zu „The Dark Knight Rises“)

Es gibt Dinge die sich nie ändern. Ein Tag wird immer 24 Stunden haben, Füchse werden niemals Rudeltiere sein und Melissa McCarthy wird wohl auf ewig mittelschlechte Komödien spielen, deren Pointe die moppelige Hauptdarstellerin selbst ist. Und so sicher wie das Amen in der Kirche, wird der britische Schauspieler Sean Bean fleißig weitere Filmtode sterben. Satte 21 mal hat der Gute schon vor laufender Kamera den Löffel abgegeben. Und wir reden hier nicht von Studentenproduktionen oder Hobbyprojekten, es sind tatsächlich 21 namhafte Hollywood-Streifen.

Die Frage ist nun: Was macht der Mann falsch? Oder sollte sie eher lauten: Was macht er richtig? In einem Film überzeugend zu sterben ist eine besondere Kunst, die nicht jeder glaubhaft darstellen kann. Ich erinnere mich da zum Beispiel an Marion Cotillard, die ich sowieso furchtbar finde, und die in „The Dark Knight Rises“ ihren Tod nicht dümmer hätte spielen können. Sean Bean hingegen hat nun oft bewiesen, dass Sterbeszenen ein Leichtes für ihn sind und so gesehen ist jedes weitere Ableben wie ein Ritterschlag für seine Schauspielkunst. Ich stelle mir manchmal vor, wie Regisseure ihn nur engagieren, damit sie ihn möglichst kunstvoll ins Jenseits befördern können. Vielleicht ist es in Hollywood auch zu einer Art Insider-Gag geworden und jeder der was auf sich hält, muss Sean Bean mindestens ein Mal in einem seiner Filme sterben lassen. Wer weiss?

Alles Humbug, Freunde. Ich glaube da immer noch an einen durchaus ungewöhnlichen Zufall, der die Internet-Gemeinde amüsiert und zu wilden Spekulationen verleitet. Es gibt unzählige Memes zu dem Thema, Blogposts über Verschwörungstheorien und natürlich auch einige „death compilations“ auf YouTube. Auf diesen Zug aufgesprungen ist jüngst auch der Sender „TNT“, der mit dem Hashtag #dontkillseanbean für die neue Serie „Legends“ wirbt, in der Bean eine Hauptrolle spielt. Das Szenario wurde weiter gesponnen und mündete in diesen Clip von „Funny or Die“, der eindeutig zeigt, dass der Schauspieler mit seinem Ruf als sterbender Schwan locker umgeht.

funny or die

https://www.youtube.com/watch?v=n3T987UKN_A

Abgesehen von all den Kuriositäten ist der toughe Engländer mit dem lustigen Akzent einer von den Guten, der wohl nicht umsonst für Produktionen wie „Der Herr der Ringe“, „Troja“ oder „Game of Thrones“ gebucht wird. Er gefällt mir sowohl als Bösewicht, wie auch als nice guy und kann theoretisch alles spielen, wenn man ihn denn am Leben lässt :). Seiner Karriere dürfte die Todesserie wohl kaum geschadet haben, immerhin weiss er den Running-Gag zu vermarkten und er ist auch weiterhin ein gefragter Darsteller. Da würde ich doch glatt sagen: Alles richtig gemacht Herr Bean! Bleiben sie dran und immer schön weiter sterben, das können sie gut, darin liegt ihr Potential 😉

Wie ist eure Meinung zu Sean Bean? Fällt euch auf Anhieb ein Film ein, indem er nicht das Zeitliche segnet? Und wie findet ihr die Marketingidee von „TNT“?

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Musikalische Leckerbissen in Videospielen – Meine Top 7

Natürlich ist Musik nicht nur ein riesiges Thema, wenn es darum geht Filme richtig in Szene zu setzen. In Videospielen ist sie mindestens genau so wichtig. Über die Jahre hat sich so mancher Ohrwurm in unseren Köpfen festgesetzt und einige von ihnen werden wir auch nie wieder los. Ich erwische mich jedes Mal beim „Super Mario Kart“ daddeln dabei, wie ich laut die Melodien mitquietsche. Und das ist bei weitem nicht das einzige Beispiel. Hier folgen nun die sieben Spielesoundtracks, die nicht mehr aus meinem Gehirn zu löschen sind. Damit ihr direkt reinhören könnt, poste ich euch die jeweiligen Links zu den YT-Videos dazu.

Tetris

Platz 7: Tetris

„Tetris“ war der Grund, warum meine Eltern mir für lange Autofahrten Kopfhörer besorgt haben. Sie konnten das ewige Gedudel, dass aus meinem Gameboy hallte, nicht mehr ertragen. Ich verband mit der Musik hingegen die Möglichkeit, unendliche Langeweile einfach auszumerzen. Puzzle zu lösen war schon im zarten Kindesalter ein großes Hobby von mir, weswegen „Tetris“ als allgegenwärtiger Begleiter mit seiner lustigen Musik immer einen festen Platz in meinem Herzen haben wird. Ich habe mich übrigens, entgegen des Stroms, oft für das Musikstück C entschieden.

https://www.youtube.com/watch?v=p2r7Co7Fl_g

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Platz 6: Mass Effect

Der „Mass Effect“-Marathon, den ich vor knapp anderthalb Jahren bestritt, hat kurzzeitig dazu geführt, dass ich die Musik nicht mehr hören konnte. Kommt jetzt vielleicht überraschend, aber der Score von „Mass Effect 1“ ist für mich wesentlich bedeutsamer, als der erheblich krasser komponierte Score von „Mass Effect 3“. Es ist alles noch sehr generisch, klingt zu gewollt nach „Space-Abendteuer“, als hätte man die Schablone für Weltraumaction aus der Schublade geholt, aber diese Klänge gehören zu einem Spiel, das mich zum damaligen Zeitpunkt total umgehauen hat. Es hatte für mich einen ähnlich großen Impact wie „Assassin’s Creed“ , meine liebste Spiele-Reihe. Es ist vielleicht nicht der beste Score, aber dafür einer, der mir im Gedächtnis geblieben ist.

https://www.youtube.com/watch?v=uhesDs6FWpo

heavy rain

Platz 5: Heavy Rain

Wie sehr Spielesoundtracks ihren Pendants aus der Filmindustrie mittlerweile ähneln, beweist der Score von „Heavy Rain“. Das Spiel war, mit Abstand betrachtet, eher eine Enttäuschung, aber atmosphärisch stand es einem Film in nichts nach. Das war nicht nur der Aufmachung, sondern eben auch den hervorragend komponierten Musikstücken geschuldet. Die Dramatik und Melancholie der Handlung werden super in Szene gesetzt. Mein Lieblingsstück ist übrigens „Before The Storm“, dicht gefolgt von „Ethan Mars Main Theme“ und „Painful Memories“.

https://www.youtube.com/watch?v=zHI2MgASRXQ

bioshock

Platz 4: Bioshock

Ein weiterer Meilenstein der Videospielmusik ist der Score von „Bioshock“. Ich habe es erst kürzlich zum ersten Mal gespielt und war begeistert, wie sehr auch hier die Musik das Geschehen perfekt untermalt. Die Fahrt in der Taucherglocke und der Moment in dem man „Rapture“ erblickt… Gänsehaut! Ich bin sowieso der Meinung, dass alle Anderen einpacken können, wenn Streicher und Pianisten am Werk sind! Und davon hat „Bioshock“ einige auf Lager. Hinzu kommt die wundervolle Oldie-Mukke, die hier und da aus den Plattenspielern dröhnt. Atmosphäre at it’s best.

https://www.youtube.com/watch?v=9lVQ70MT2Kk

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Platz 3: Blue Shadow

Ein Spiel, das hier zu Lande leider fast keiner kennt, welches aber einen Großteil meiner digitalen Kindheit ausgemacht hat. Die Musik wird mir niemals aus dem Kopf gehen, so tief ist sie schon in den Wirrungen meines Gehirns verwoben. Typisch arcadig, zackig und mitunter auf lange Sicht auch ziemlich nervtötend. Der Song der ersten Stage ist mir schon mal im Traum erschienen und hat ihn quasi musikalisch untermalt. Hört einfach mal rein und hofft, dass ihr danach keine Kopfschmerzen habt.

https://www.youtube.com/watch?v=RmlU0SHI5ls

ALTHP

Platz 2: Zelda – A Link To The Past

Kindheitserinnerungen am laufenden Band. Viele von euch würden an diese Stelle vielleicht eher „Ocarina Of Time“ packen, aber meine liebsten „Zelda“-Erinnerungen verbinde ich mit „A Link To The Past“ und mit dem dazugehörigen Score. Davon mal abgesehen, gibt es Stücke, die immer wiederkehren, unabhängig davon, welchen Teil ihr favorisiert. Das Kakariko-Village-Theme zum Beispiel, oder das der Oberwelt. Dieser spezifische Teil der Reihe hat meiner Meinung nach den Weg für den langanhaltenden Erfolg von „Zelda“ geebnet. Es klingt noch alles sehr nach Heimorgel, aber immerhin schon besser, als die kultige 8 Bit-Version. Ich helfe euch gerne aus, falls ihr die Stücke nicht mehr im Ohr haben solltet.

https://www.youtube.com/watch?v=Ed59hQFwA6Q

Terranigma

Platz 1: Terranigma

Es war irgendwie nicht anders zu erwarten. Das bedeutendste Spiel meiner Jugend hat auch automatischen den geilsten Score. Das sind wirklich Stücke die ich mir anhöre, wenn ich im Park auf der Wiese liege oder länger im Bus sitze. Die Japaner wissen eben wie es geht, gerade während der 8 und 16 Bit-Zeit haben sie alles rausgeholt was ging. Vielleicht habe ich „Chrono Trigger“ und „FF7“ nicht gespielt und weiss deshalb nicht was mir da auch musikalisch großartiges entgeht, aber darum geht es ja auch nicht! Stücke wie „Light and Darkness“, „Crysta“, „Elle’s Theme“ und „Evergreen“ sind so fantastisch, dass es eigentlich egal ist, aus welchem Spiel sie stammen. Doch sie gehören zu „Terranigma“ und sind damit die für mich schönsten Songs der Videospiel-Geschichte 🙂

https://www.youtube.com/watch?v=J3vk5N8TyYU

Na, was sagt ihr? Kann man das so stehen lassen, oder was hätte eurer Meinung nach auf keinen Fall fehlen dürfen? Und welches Theme habt ihr in „Tetris“ ausgewählt? Fragen, die nach einer Antwort verlangen! Haut rein 🙂

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Spiel es noch einmal, Sam – Die besten Filmsoundtracks.

Filme leben maßgeblich von dem Zusammenspiel zwischen Bild und Ton. Die Musik untermalt Stimmungen, wird wahlweise hervorgehoben, akzentuiert eingesetzt oder wirkt auch mal kontrapunktierend. Wir sind uns ja wohl einig, dass das Bewegtbild ohne Musik in etwa die Wirkung eines Pools ohne Wasser hätte. Deshalb habe ich für euch einmal meine Highlights der Filmsoundtracks zusammen gesammelt und präsentiere sie nun gewohnt knackig in einer kurzen Top 7. Ihr werdet überrascht sein welche Auswahl ich getroffen habe! Ich beziehe mich im übrigen immer auf den kompletten Soundtrack und nicht auf einen einzelnen Song. Klar soweit? Dann los!

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Platz 7: Project X

Jedes Mal wenn ich mir diesen Film ansehe, habe ich sofort bock richtig einen drauf zu machen. Das ist nicht zuletzt der zugegebenermaßen recht einseitigen Musik geschuldet. Die Songs von Pusha-T, Nas, Kid Cudi, D12 und Co. sind allesamt fette Up-Tempo Nummern, die richtig Laune machen. Es sind weder aufwendig produzierte Beats, noch lyrische Ergüsse, aber sie passen wie Arsch auf Eimer und haben daher eine hundertprozentige Daseinsberechtigung.

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Platz 6: Requiem For A Dream

Da hat uns Clint Mansell aber etwas daher gezaubert! Der Film selbst ist schon so beklemmend, dass es kaum zu ertragen ist, aber die Musik ist in jeder Hinsicht absolut fantastisch. Der Soundtrack umfasst 33 Titel, allen voran natürlich die „Summer Overture“, die mit Sicherheit jeder kennt, auch wenn er vielleicht nicht genau weiss woher. Zum Teil ist er zwar, passend zum Film, sehr melancholisch und verstörend, doch mir hat er schon in einigen Situationen treue Dienste geleistet und ich möchte ihn nicht in meinem virtuellen Musikregal missen.

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Platz 5: Good Morning Vietnam

Ich liebe diesen Film, ich liebe diese Musik. Robin Williams packt als Radiosprecher im Vietnamkrieg alles auf den Plattenspieler, was die 60er so an guter Musik parat hatten. Da wären etwa die Beach Boys, James Brown, Herb Alpert oder auch Louis Armstrong, die so genial die eigentlich bedrückenden Szenen untermalen, dass es eine reine Freude ist. Es entsteht ein humorvolles, fröhliches Szenario wo eigentlich keins hingehört – und es funktioniert! Ich wippe immer noch fleißig mit, wenn ich mir den Film zum 10.000 mal ansehe.

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Platz 4: 500 Days Of Summer

Eine nahezu kitschfreie und hervorragend erzählte Liebesgeschichte, die sowohl in ihren Höhen, als auch in ihren Tiefen vom perfekt zusammengestellten Soundtrack lebt. Es sind bekannte Künstler wie Simon & Garfunkle, The Smiths und The Temper Trap vertreten, aber auch großartige Geheimtipps wie z. B. Regina Spektor. Jedes Mal wenn die „Erwartung vs. Realität“- Montage kommt und dazu „Hero“ von Regina Spektor läuft, leide ich mit dem armen Tom. Es gibt so viele großartige Szenen in dem Film, die ohne diese Musik nicht funktionieren würden. Nur wenige Soundtracks habe ich mir so oft angehört wie diesen.

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Platz 3: Godzilla – Der Urgigant

Untrennbar mit meiner Kindheit verbunden sind eigentlich alle „Godzilla“ Filme und Soundtracks, doch „Der Urgigant“ ist mein absoluter Liebling der Heisei-Reihe! Der dramatische Klang des „Godzilla-Themes“ hat sich direkt in meine Hirnrinde eingebrannt, aber auch die restliche Musik ist fantastisch, weil sie stellenweise überhaupt nicht passt. Ich muss immer herzhaft lachen, wenn während des Aufrüstens lustige Marschmusik läuft. Verantwortlich dafür ist ein gewisser Herr namens Koichi Sugiyama. Ich weiss nicht wie es euch geht, aber ich werde ihm auf ewig dankbar sein. Genau wie Ifukube Akria, der das berühmte „Main Theme“ komponiert hat. Danke ihr verrückten, alten Japaner!

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Platz 2: Pocahontas

Klar, Disney darf nicht fehlen. Ich habe lange überlegt und festgestellt, dass es in „Pocahontas“ nicht einen Song gibt, den ich nicht singen kann und den ich nicht geil finde. „Der König Der Löwen“, „Die Schöne Und Das Biest“, sowie „Rapunzel“ müssen sich leider wirklich hinten anstellen. „Farbenspiel des Winds“ ist auch einfach einer der stärksten Songs von Disney, da gibt es nichts dran zu rütteln. In Puncto Subtext waren sie ja immer schon ganz vorne mit dabei, aber was in „Pocahontas“ abgeliefert wird ist nicht nur herzerweichend, sondern auch noch pädagogisch wertvoll 🙂 Ausserdem haben mich diese Lieder auf meiner langen Reise durch Nordamerika begleitet, die werde ich immer in meinem Herzen behalten!

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Platz 1: Der Herr Der Ringe (alle)

Hail to the king! Ja ich weiss, es ist klischeehaft, aber es ist wahr. Die „Herr Der Ringe“- Filme sind unter anderem die besten Filme aller Zeiten, weil sie den besten Soundtrack aller Zeiten haben. Das fette Orchester bläst einen jedes Mal aus dem Sessel und verpasst mir immer wieder eine fette Gänsehaut. Ich habe sogar die originalen Notenblätter zu den Stücken, obwohl ich nicht einmal ein Instrument spiele, so gut ist der Soundtrack. Diese Stücke mal live zu hören steht definitiv auf meiner Bucketlist. „Episch“ ist hier wohl das Wort, das am meisten zutrifft. Ein episches Stück Musikgeschichte.

Wie sieht es aus, Freunde? Geht ihr mit dieser Liste konform? Was gehört unbedingt in eure Top 7? Und wenn ihr einen Disney-Soundtrack wählen müsstet, welcher wäre das? Schreibt mir fleißig in die Kommentare, ich bin sehr gespannt!

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Brooklyn Nine-Nine – 5 Gründe diese Serie zu lieben

Aufgepasst und hergehört! Der US-Comedyhit „Brooklyn Nine-Nine“ wird ab morgen, Sonntag den 28.9.2014, in die zweite Staffel gehen. Ihr merkt es schon, wenn ein Serienmuffel wie ich euch eine Serie empfiehlt, dann muss da was Gutes dran sein. Ihr könntet mir jetzt einfach glauben, der Artikel könnte an dieser Stelle beendet sein und alles wäre gut, aber für diejenigen, die noch überzeugt werden müssen, habe ich hier fünf Gründe aufgelistet, warum man diese Serie einfach lieben muss!

5. Das Setting

„Brooklyn Nine-Nine“ beweist, dass nicht nur mittelmäßige Crime-Serien a la „CSI Miami“ in ein Polizeirevier gehören. Tatsächlich ist dieser Ort gerade zu prädestiniert für komische Situationen und schräge Individuen. Es gibt unzählige Möglichkeiten verrückte Geschichten zu erzählen, die sich sowohl mit aussergewöhnlichen Verbrechen, als auch mit Bürosituationen befassen können. Man hat quasi die zwei Fliegen „The Office“ und „Scrubs“ mit einer Klappe vermöbelt.

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4. Der Cast

Die Besetzung ist aller erste Sahne. Die Chemie aller Hauptcharaktere stimmt einfach und führt immer wieder zu großartig absurden, oder auch wunderbar menschelnden Situationen, egal in welcher Kombination sie gerade auftreten. An der Spitze der Erfolgspyramide steht ganz klar Andy Samberg, ein bekannter Stand Up Comedian und Mitglied der Schwachsinns-Kombo „The Lonely Island“. Seine Konflikte mit dem afroamerikanischen, scheinbar emotionslosen und homosexuellen Captain der Einheit, gespielt von Andre Braugher, sind die Kirsche auf dem Sahnehäubchen des humoristischen Cupcakes. Der restlich Cast ist weitestgehend unbekannt und bringt frischen, dynamischen Wind ins Revier. Auch Sidekicks wie die in die Jahre gekommenen und ziemlich unfähigen Detectives Hitchcock und Scully (allein die Namensgebung ist brillant) runden das ganze Absurditätenkabinett ab und sind immer für einen Schmunzler gut.

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3. Der Humor

Menschen zum lachen zu bringen ist die höchste Kunst heißt es. Und natürlich funktioniert nicht jeder Humor bei jedem Menschen gleich. Ich kann zum Beispiel absolut gar nichts mit „The Big Bang Theory“ anfangen, obwohl es eigentlich mein Themengebiet abdeckt. Die einzig moderne Sitcom, die mich wirklich zum lachen bringt ist „How I Met Your Mother“. Das beschränkt sich aber auch nur auf die ersten paar Staffeln. Das Geheimnis von „Brooklyn Nine-Nine“ ist meiner Meinung nach die Aufteilung von verschiedenen Humor-Stilen auf die einzelnen Charaktere. Die klischeehaften Rollen wirken weder zu stark gekünzelt noch platt. Jake Peralta (Andy Samberg) trifft meinen Nerv, weil er Dinge ins Lächerliche zieht und ziemlich kindisch daher kommt. Die Sekretärin Gina (Chelsea Peretti) stichelt gerne, ist vulgär und stellenweise regelrecht bösartig. Das kenne ich gut aus meinem eigenen Freundeskreis :). Rosa Diaz (Stephanie Beatriz) bringt mich zum lachen, weil sie unglaublich tough und unnahbar ist und jedem einen Spruch drückt, der sie auch nur schief anguckt. Charles Boyle (Joe Lo Truglio) ist der klassische Trottel, der irgendwie nichts auf die Reihe bekommt, was Mitleid erregt, aber auch sehr sympathisch ist. Amy Santiago (Melissa Fumero) fällt, bei dem Versuch der beste Detective zu sein und sich beim Captain einzuschleimen, immer wieder auf die Nase, was automatisch Schadenfreude erzeugt. Terry Jeffords (Terry Crews) ist lustig, weil er überdurchschnittlich muskulös und zeitgleich ein weicher Wattebausch ist, und Captain Ray Holt (Andre Braugher) erklärt sich von selbst. Er hat praktisch nur einen Gesichtsausdruck und versucht Peralta vergeblich die Leviten zu lesen. Dieser Humor-Mix deckt eigentlich alles ab. Wie man es dreht und wendet, es funktioniert und ist lustig. Das gibt es selten!

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2. Der Erfolg gibt ihnen Recht 

Genau vor einem Jahr, am 17.9.2013, flimmerte die erste Folge „Brooklyn Nine-Nine“ über die US-Bildschirme. Im darauffolgenden Jahr sackte die Serie bereits bei den „Golden Globes“ die Awards für die „Beste Serie – Komödie oder Musical“ und den „Bester Serien-Hauptdarsteller – Komödie oder Musical“ ein. Eine Episode lief direkt im Anschluss an den Superbowl, was so zu sagen einem Ritterschlag gleich kommt. Ausserdem wurde Andy Samberg als „Favorite Actor in a New TV Series“ bei den „People’s Choice Awards 2014“ nominiert. Das alles ist nur der Anfang, glaubt es mir, die Erfolgsgeschichte wird weiter geschrieben werden und die zweite Staffel läutet sie ein.

71ST ANNUAL GOLDEN GLOBE AWARDS

1. Weil wegen

Das absolut ausschlaggebendste Argument diese Serie zu gucken ist, dass sie nur gut sein kann, wenn sie jemanden wie mich überzeugt 😀 Im Ernst Leute, Serien gehen mir am Popo vorbei, ich verfolge nur eine Handvoll von ihnen. Es ist wie bei gutem Wein. Nur der geile Shit kommt ins Glas. Ich kann euch „Brooklyn Nine-Nine“ nur wärmstens empfehlen. Und bevor ihr jetzt alle fragt: Nein, es gibt noch keine deutsche Übersetzung und nein, sie läuft nicht in Deutschland. Seid kreativ, lasst euch was einfallen 😉 Fliegt nach Amerika, so wie ich das immer tue 😀 Diese Serie gehört auf eure Watchlist, Punkt aus.

Wer von euch kennt „Brooklyn Nine-Nine“ und wie ist eure Meinung zu der Serie? Offenheit und Ehrlichkeit sind erwünscht, lasst einfach einen Kommentar da, ich lade hiermit offiziell zur Diskussion ein.

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Besser spät als nie – I am a Destiny’s Child.

Ihr werdet es sicher mitbekommen haben… Der lang ersehnte Leckerbissen „Destiny“ ist am 9.9.2014 erschienen. Jeder, aber auch wirklich jeder einzelne Mensch, der in irgendeiner Art und Weise etwas mit Videospielen am Hut hat, hat der Welt bereits ausgiebig seine Meinung zu dem neuen Shooter/MMO von Bungie mitgeteilt. Und auch in diesem Fall gilt: Wir sind uns einig, dass wir uns nicht einig sind!

Wenn man sich mal so umhört, dann merkt man schnell, dass sowohl die Ergebnisse der Reviews, als auch die Aussagen der Gamer-Gemeinde eher ernüchternd klingen. Die schlechten Bewertungen könnten Activision Millionen kosten, heißt es. Mittlerweile wurde sogar ein Patch veröffentlicht, das einige Missionen etwas vereinfachen soll und dennoch hat sich das Spiel, wohl nicht zuletzt durch die aufwendigste Werbecampagne aller Zeiten, verkauft wie geschnitten Brot. Allein in der erste Woche wurden 325 Millionen US Dollar in kleinen Schubkarren vor der Bürotür von Activision abgeladen. Da frage ich mich doch: Wie passt das zusammen?

Es war an der Zeit selbst Hand anzulegen, anstatt Leuten in langweiligen Live-Streams dabei zuzusehen. Ich wollte wissen wieso alle Welt immer noch „Destiny“ spielt, obwohl sie doch alle behaupten es sei gar nicht so geil. Glücklicherweise stand mir bei meiner Auszeit in München eine Playstation 4 zur Verfügung. Am Anfang habe ich mich noch etwas gesträubt, aber das Spiel starrte mich an und schrie förmlich danach eingeworfen zu werden. Als ich dann fast vor Neugier platzte, fing ich an mir einen Charakter zu erstellen. Ein weiblicher Alien-Warlock mit ’ner feschen, blonden Frisur sollte es sein, schön durchtrainiert, leicht angebraten und mariniert… Ach ja, und ’nen Milchbart soll sie haben! 😀

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Von der Story hab ich mal absolut gar nichts gerafft. Ich merke aber auch relativ schnell, dass sie sowieso völlig belanglos ist. Alles was man wissen muss ist, dass die Gegner böse sind und man selbst der Gute ist. Ich kämpfe gegen irgendetwas, das sich „die Dunkelheit“ nennt und gegen irgendwelche Viecher, die wahlweise zu der „Schar“, den „Vex“ oder den „Gefallenen“ gehören. Stets an meiner Seite befindet sich ein „Ghost“, eine künstliche Intelligenz, die einem Rubiks Cube stark ähnelt und versucht, mir den Weg zu weisen. Die ersten Missionen finden auf der Erde statt, die folgenden auf dem Mond, der Venus usw. Auch die Ähnlichkeiten zu „Halo“ und die Anspielungen auf  die „Mass Effect“ Reihe sind nicht von der Hand zu weisen. Alles in allem ein ziemlich eintöniger, sich ständig wiederholender, in blau und orange gefärbter Brei aus schießen, looten, leveln und noch mehr schießen. Und trotzdem klebe ich zwei Tage lang an der Konsole um mich in Windeseile auf Level 11 hochzuwirtschaften. WHAT THE FUCK BUNGIE?!

Eine Erklärung ist aber dann doch schnell gefunden… glaube ich zumindest. Die Eintönigkeit stimuliert mein sonst so auf Hochtouren arbeitendes Gehirn und das Aufleveln weckt den Ehrgeiz in mir, besser als alle anderen zu werden. Herzlichen Glückwunsch Bungie, stumpf ist trumpf! Es wurde einmal mehr bewiesen, dass Videospiele auch funktionieren, wenn sie nicht unseren hohen Ansprüchen und Erwartungen entsprechen. Nicht jedes Spiel braucht eine gute Story, charmante Charaktere und ein abwechslungsreiches Leveldesign um zu bestechen. Abgesehen davon ist die Grafik ganz hervorragend und die Waffen liegen super gut in den virtuellen Händen. Mein bisheriger Favorit ist übrigens immer noch das Scout-Gewehr! Notiert euch das.

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Fest steht aber auch, dass ich jetzt, da ich keine Möglichkeit mehr habe „Destiny“ zu spielen, ich dem auch nicht großartig hinterher weine. Es wird auch bei weitem nicht mein Spiel des Jahres, aber es hat mir bewiesen, dass es seine Daseinsberechtigung hat und das Gleiche beweist es auch den Millionen von Leuten, die sich jeden Tag aufs Neue dransetzten, obwohl es doch scheinbar so viele Mängel aufweist.

Welche Erfahrungen habt ihr mit „Destiny“ gesammelt? Spiel des Jahres oder Flop des Jahrtausends? Schildert mir eure Eindrücke und verratet mir auch, welche Klasse und welche Waffen ihr präferiert!

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